SPD hat Fragen zum Bauschutt in Johannistal

Die Nord-Ortsvereine der SPD Ostholstein waren mehr als überrascht, von der Zwangszuweisung an die Deponie Johannistal aus der Presse zu erfahren. Jetzt gibt es Fragen an den Umweltminister.

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Am 18.01.2021 kam die Arbeitsgemeinschaft Nord der SPD Ostholstein, in der die sozialdemokratischen Ortsvereine aus dem Kreisnorden organisiert sind, zu einer Sondersitzung aus Anlass der Zuweisung von Bauschutt aus dem Atomkraftwerk Brunsbüttel auf die Deponie Johannistal zusammen. Gabriele Freitag-Ehler, stellvertretende Kreisvorsitzende und Kreistagsabgeordnete erklärt dazu:

„Die Nord-Ortsvereine der SPD waren mehr als überrascht, von der Zwangszuweisung des Bauschutts durch Minister Albrecht aus der Presse zu erfahren. Damit wurden alle Beteiligten vor vollendete Tatsachen gestellt, eine vorherige Kommunikation oder gar Beteiligung der Bevölkerung fand nicht statt. Somit darf es niemanden wundern, dass die Sorge in den umliegenden Gemeinden um Johannistal groß ist. Bereits 2016 hatte die Gemeinde Gremersdorf Pläne zur Aufnahme des Bauschutts abgelehnt.

Viele Fragen sind jetzt offen, die das Ministerium dringend beantworten muss. Dazu gehören: 

• Was genau wird vor Ort deponiert und wieviel und wie lange? 

• Warum ist Johannistal besonders geeignet?

• Wie liefen die Gespräche mit dem Deponiebetreiber? 

• Warum wurden die Menschen in den Gemeinden nicht aufgeklärt? 

Die SPD vor Ort, im Kreis und Land wird weitere Informationen dazu einfordern.“