SPD-Kreistagsfraktion informiert sich über funktionierenden ÖPNV

Fraktion in Plön
Die SPD Fraktion aus Ostholstein zusammen mit Vertretern der SPD Fraktion aus dem Kreis Plön

Am 14.8 fuhr die SPD-Kreistagsfraktion nach Plön, um sich vor Ort mit der SPD-Fraktion aus Plön über das Thema ÖPNV auszutauschen. In Plön gibt es seit ca. 50 Jahren die Verkehrsbetriebe Kreis Plön (VKP), die komplett in Hand des Kreises und der Gemeinden im Kreis Plön liegen und als ein  Erfolgsmodell bezeichnet werden können.

ÖPNV in Ostholstein führt immer wieder zu Problemen

Aus Sicht der SPD-Kreistagsfraktion wurde dieser Termin notwendig, da das Thema ÖPNV in Ostholstein seit langem hohe Wellen schlägt. In nahezu jeder Kreistagssitzung gibt es Beschwerden von Ostholsteiner*innen, dazu erreichen uns immer wieder Mails, die sich über die Zustände im Kreis beschweren. Diese entstehen auch aus einem Flickenteppich von verschiedenen Anbietern im Kreis, die ihre Fahrpläne nicht aufeinander abstimmen. Gerade in den Dörfern fehlt deswegen vielen Ostholsteiner*innen die Alternative zum Auto. Ein funktionierender ÖPNV ist darum nicht nur ein wesentlicher Teil der Daseinsfürsorge, sondern auch ein Beitrag zum Klimaschutz.

Was in Plön gut läuft

Das Modell in Plön funktioniert schon seit Jahrzehnten erfolgreich. Insbesondere, weil hier Kreis und Gemeinden an einem Strang ziehen. Dies lässt sich der Kreis aber auch einiges Kosten: Über 4 Millionen im Jahr gibt der Kreis für eine funktionierende Businfrastruktur aus. Und das zahlt sich aus: Immer mehr Menschen im Kreis Plön nutzen die Busverbindungen. Als neustes Modell investiert der Kreis Plön intensiv in Elektromobilität und kauft sich mehrere Elektrobusse. Das Plöner Modell funktioniert insgesamt also so gut, weil die Plöner Politik die VKP nicht als Möglichkeit versteht, Geld zu machen, sondern als wesentlichen Teil der Daseinsfürsorge.

Plöner Modell als Vorbild für Ostholstein?

Die SPD-Kreistagsfraktion nimmt die guten Erfahrungen aus Plön mit in die Arbeit in Ostholstein. Die VKP sind ein gewachsenes Modell, was seit über 50 Jahren funktioniert, aber auch sie haben mal klein angefangen. Die Linien in Ostholstein sind noch für mehrere Jahre vergeben, allerdings machen wir als SPD uns Gedanken, wie es danach weitergeht. Auch eine eigene Gesellschaft für ÖPNV in Ostholstein wäre für uns durchaus denkbar, bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Egal ob mit eigener Gesellschaft oder mit anderen Ideen: Wir als SPD bleiben an dem Thema ÖPNV dran!

 

Tim Dürbrook