Wird Sana zu Ameos ?

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Seit Jahren schon beschäftigt die Menschen in Ostholstein ihre Gesundheitsversorgung. Die Privatisierung der Krankenhäuser, die Schließung der Geburtenstation in Oldenburg und die mangelnde Kommunikation zwischen der Sana als Betreiberin und dem Kreis führen immer wieder zu Diskussionen. Vor einem halben Jahr wurde dann ein Gutachten des Ministeriums für Gesundheit über die stationäre Krankenhausversorgung im Kreis Ostholstein veröffentlicht. Ergebnis dieses Gutachtens war, dass neben der Klinik auf Fehmarn auch die Klinik in Middelburg für entbehrlich erachtet wurde. Kurz darauf wurde öffentlich, dass die Sana als Betreiberin der Kliniken ihre Anteile an die Ameos veräußern wolle.

Als Folge dieser Ereignisse stand eine tiefe Verunsicherung der Mitarbeiter*innen und die Sorge um die Krankenhäuser in unserem Kreis. Bei den Gesprächen der SPD mit den Betriebsräten der Sana und der Gewerkschaft Verdi war diese Verunsicherung deutlich spürbar. Das Ziel der SPD war daher klar. Alle Standorte müssen erhalten bleiben, die Arbeitsplätze der 1200 Mitarbeiter*innen müssen gesichert sein und die Tarifverträge müssen beibehalten werden. Hierfür haben wir zusammen mit der Gewerkschaft Verdi und den Mitarbeiter*innen in Eutin demonstriert.
Gegenüber dem Kreistag hat die Ameos die Übernahme aller Mitarbeiter*innen, der Tarifverträge und den Erhalt aller vier Standorte zugesichert.

Bei der Veräußerung von Anteilen eines Unternehmen bedarf es regelmäßig der Zustimmung des Kartellamtes. Hier kommt nun die Schön Klinik aus Neustadt ins Spiel. Genau wie die Ameos gehört diese zu einer Investmentfirma in den USA. Das Kartellamt hat daher Bedenken angemeldet, dass ein Wettbewerb zwischen den Kliniken in Ostholstein nicht mehr gewährleistet wäre.

Die Ameos hat daraufhin ihren Übernahmeantrag zurückgezogen und will nun neu verhandeln. Wie das Ergebnis dieser Verhandlungen aussehen wird, bleibt offen. Die Sana hat damit weiterhin den Versorgungsauftrag für den Kreis Ostholstein.

An den Forderungen der SPD wird dies nichts ändern, denn die Verunsicherung der Mitarbeiter*innen und der Patienten*innen bleibt.

 

Thomas Garken