Warum wird im Kreis OH sauberer Strom „vernichtet“?

Pressemitteilungen

Für die SPD Kreistagsfraktion stellen sich dazu folgende Fragen: Wie hoch sind die wirtschaftlichen und die steuerlichen Ausfälle durch die Abschaltung der Windräder, d. h. durch die „Vernichtung“ von sauberem Strom durch E-ON und wie viele Arbeitsplätze im Kreis sind dadurch gefährdet.
Denn wegen Überkapazitäten im Stromnetz wurden die Windräder durch E-ON inzwischen an 37 Tagen abgeschaltet.

Klinke:“Ich bin erbost und entsetzt, dass der saubere Strom, diese kostbare Ressource, die in unserem Tourismus-Kreis erzeugt wird, abgeschaltet werden muss, weil er im Überfluss produziert wird und man ihn nicht nutzen kann, da die Netze angeblich nicht ausreichen.“

In Schleswig-Holstein, besonders im Kreis Ostholstein, boomen durch die Windkraft, Solarenergie und Biomassse gleichzeitig auch die neuen Jobs in diesen Branchen und es wird weiterhin sehr viel investiert.
Alle wollen die umweltfreundliche Energieversorgung durch Wind-, Solar-
und Biogas, alle sprechen sich für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energie aus. Alle wollen ihren Kaffee mit sauberer Energie kochen.

Klinke:“Deshalb muss das verabschiedete Energieleitungsausbaugesetz schnell umgesetzt werden. Die damalige Große Koalition in Berlin hat 2009 das Gesetz zur Beschleunigung des Ausbaus der Höchstspannungsnetze –Kernstück aus dem Energieleitungsausbaugesetz- frei gemacht. Es beinhaltet und ermöglicht, dass für die Integration des Stroms aus Windenergie dabei Erdkabel auf 380 KV-Ebene verlegt werden.“

Die SPD Fraktion fordert von der schwarz-gelben Koaltion in Berlin,
dass das Energieleitungsausbaugesetz auch umgesetzt wird und fragt den CDU Bundestagsabgeordneten Ingo Gädechens:“ Was ist daraus geworden?
Warum geht es nicht weiter? Wann wird das Gesetz im Kreis Ostholstein umgesetzt?
Denn im Mai 2009 forderte Gädechens durch eine Pressemitteilung endlich den Widerstand gegen den Leitungsausbau als Erdkabel aufzugeben. Dies gilt für den Netzbetreiber E-ON genauso wie für die Planungsbehörden des Landes Schleswig-Holstein. Wenn wir Strom aus Windkraft an der Küste produzieren, dann brauchen wir auch die notwendigen Netze, um den Strom abzuleiten.

Zu Irritationen hat die Äußerung des CDU Fraktionsvorsitzenden Rüder geführt, der die beschlossene Erdkabel Position in Frage gestellt hat. Die SPD wird weiterhin, wie im Kreistag beschlossen, auf Erdkabel setzen, wie es die Bevölkerung auch will. Weiterhin fordert die SPD Fraktion E-ON auf, die saubere Energie, d. h. den Stom ins Netz einzuspeisen und nicht zu vernichten.

Zur Erinnerung: Als die Atomkraftwerke in Schleswig-Holstein ans Netz angeschlossen wurden, wurde das Netz sehr schnell für die Atomlobby ausgebaut.

Abschließend: Wer die Klimaschutzziele erreichen will, muss auch dafür sorgen, dass der Srom aus erneuerbaren Energien und neuen hocheffizienten konventionellen Kraftwerken zu den Verbrauchern kommt.
Mit Erdkabeln muss der Netzausbau für die Betroffenen vor Ort schonender gestaltet werden und mit der modernsten Technologie kann die erneuerbare Energie optimal genutzt werden.
Die SPD Fraktion wiedeholt nochmals ihre umweltpolitische Forderung:
Der Kreis Ostholstein muss ein Kreis ohne Strom aus Atomenergie, Öl, Gas und Kohle werden, sondern ein Modell-Kreis für regenerative Energie.

Burkhard Klinke

SPD Fraktionsvorsitzender

 
 

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