Die Mitglieder der SPD-Teilfraktionen Planung und Wirtschaft sowie Umwelt, Natur, Bau und Verkehr der SPD-Kreistagsfraktion trafen am 28. Januar im Burger Rathaus mit dem Bürgermeister von Fehmarn, Otto-Uwe Schmiedt, zusammen, um mit ihm über die Bewältigung des außergewöhnlichen Wintereinsatzes der Fehmaraner zu sprechen und sich zu informieren. An dem Gespräch unter der Leitung von Hilbert Neumann nahmen auch die beiden Fehmaraner Stadtvertreter Uwe Hardt, zugleich SPD Ortsvereinsvorsitzender und der Fraktionssprecher Joachim Nottebaum teil.
Ein wichtiges Anliegen Schmiedts war es, nicht auf den immensen aufgelaufenen Kosten für die ununterbrochene Schneebeseitigung auf der Insel allein aufkommen zu müssen. Allein 35 Ortschaften seien mehr als einen Tag von der Außenwelt abgeschnitten gewesen; in Ostermarkelsdorf musste die dortige Bevölkerung ganze drei Tage auf eine Verbindung zur Außenwelt warten. Nicht auszudenken, wenn ein Brandausbruch den Einsatz der Feuerwehr über solch einen Zeitraum verhindert hätte, so Schmiedt. Daher sei es unumgänglich gewesen, kontinuierlich und rund um die Uhr die Schneemengen auf den Zuwegungen zu den Dörfern zu beseitigen und alles zu unternehmen, den Menschen im Notfall Hilfe leisten zu können. Der Bürgermeister betonte, dass das Katastophenschutzgesetz des Landes in Bezug auf Feststellung des Katastrophenfalles unklar formuliert sei. Er habe deutlich gemacht, dass nach seiner Auffassung auf Fehmarn der Katastrophenfall eingetreten sei. Der für die Feststellung zuständige Landrat habe dies jedoch verneint, aber immerhin eine Prüfung über die Beteiligung an den entstandenen zusätzlichen Kosten zugesagt.
Zu allem Übel war auch die am Fehmarnsund gelegene Küste durch Abbrüche und Deichbeschädigungen stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Otto-Uwe Schmiedt erinnerte daran, dass bereits in wenigen Monaten die Saison eröffnet werde und bis dahin den Gästen ein intakter Strand geboten werden müsse. Auch dies werde ein derzeit noch nicht abzusehendes finanzielles Problem für den städtischen Haushalt darstellen.
Eine weitere Nachricht des Bürgermeisters ließ die Kreistagsabgeordneten erfreut aufhorchen:Für die für diesen Sommer vorgesehene Eröffnung des neuen Inselkrankenhauses hat die Stadt Fehmarn die Vorarbeiten geleistet, das Gelände erworben, erschlossen und wartet auf den Baubeginn.
Peter Baldus Hilbert Neumann
29.01.2010